„Nur gemeinsam schaffen wir es, nicht allein!“

Bericht im  Wochenblatt

ber baernzell

Frühschoppen in Bärnzell: Elisabeth Pfeffer stellt Pläne zur Stadtentwicklung vor.
Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Pfeffer setzt ihre Informationsveranstaltungen beständig fort. Beim Frühschoppen im Gasthaus Leithenwald in Bärnzell stellte sie ihre umfassenden Pläne zur Stadtentwicklung vor.

Für die CSU-Kandidatin fängt dies schon beim Image der Glasstadt an, welches sie unter anderem mit Hilfe eines Fassadenprogramms durch Zuschüsse bei Renovierungsarbeiten verbessern möchte. „Wir müssen uns besser verkaufen, denn ein positives Image schafft Anreize für Gewerbetreibende und Investoren!“, argumentierte Pfeffer.

Auch die Pläne für eine Multi-Funktionshalle, welche die Kandidatin jüngst auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte, präzisierte sie beim Bürgergespräch: Anders als in den bisherigen langjährigen Diskussionen soll die Halle nicht von der Stadt gebaut und betrieben werden. Vielmehr hätten Gespräche mit einem Immobilienbesitzer eine sehr gute Möglichkeit ergeben, den derzeitigen Nachtmann Werksverkauf in einen Bürgertreffpunkt für Jung und Alt umzugestalten. Mit Hilfe eines durchdachten Betreibermodells sei diese Variante für die Stadt auch finanzierbar.

Von diesem seit Jahren diskutierten Thema leitete die Bewerberin ums Bürgermeisteramt zur völlig neuen Idee eines „Handwerkerhofs“ im Stadtzentrum über. Im Mittelpunkt soll dabei ein Dreiklang aus „Brauchtum, Regionalität und Handwerk“ stehen, der Handwerkern und Künstlern eine Plattform bietet, aber vor allem durch regionale, hochwertige Produkte ein Einkaufserlebnis für Einheimische, Tagestouristen und Urlauber biete und so zur Wiederbelebung des Stadtplatzes beitrage. Zusätzlich möchte sie den Verkehr am Stadtplatz reduzieren und die Möglichkeiten zur Schaffung von Kurzzeitparkplätzen ausloten: „Vermehrt wurde dieser Wunsch von Ladenbesitzern und Bürgern an mich herangetragen, von Seiten des Bürgermeisters wurde eine erneute Prüfung jedoch bisher abgelehnt.“, so Pfeffer.

Weiteres Thema war auch der ‚hinterm‘ Stadtplatz liegende Stadtpark, dieser solle laut Pfeffer aber nicht mehr ‚hint‘, sondern ‚am‘ Stadtplatz liegen. Gemeint ist, dass Stadtzentrum und -park besser aneinander angebunden werden sollen. Durch die Schaffung von Aktionsflächen, wie Bewegungsparcours und Kulturveranstaltungen im Stadtpark soll dieser „näher an den Stadtplatz heranrücken“.

Ihre Ziele hält die Kandidatin allesamt für realisierbar und finanzierbar, stellte aber auch klar: „Nur gemeinsam schaffen wir es, nicht allein!“

In der anschließenden Diskussion waren u.a. Sauna und Bad drängende Fragen der Bürger, hierbei ging Pfeffer, wie auch beim Frühschoppen in der Tennishalle, auf eine Zusammenarbeit mit der Dorena ein.

Zum Abschluss lud die Bürgermeisterkandidatin zu ihren nächsten Veranstaltungen, der Schafkopfschule am Samstag, 12.11. von 14 bis 170 Uhr im Bräustüberl und dem Frauen-Frühstück, am Sonntag 13.11. um 9.30 Uhr im Schalander ein und rief alle Bürgerinnen und Bürger auf am 27. November zur Wahl zu gehen.
 

Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Pfeffer: „Franz Xaver Steininger blockiert und isoliert unsere Stadt“

Zwiesel. Die Sicherung der Geburtenstation in der Arberlandklinik, eine Rückkehreraktion für die Abiturienten der vergangenen zehn Jahre oder die überregionale Bewerbung Zwiesels als annehmliche Stadt gerade für Senioren: Den demografischen Herausforderungen der kommenden Jahre will sich Elisabeth Pfeffer mit ganzer Kraft stellen und die Glasstadt mit passenden Lösungen in eine gute Zukunft führen. Das hat die CSU-Bürgermeisterkandidatin in ihrer Wahlinformationsveranstaltung im Tröpplkeller betont – und gleichzeitig etliche weitere Themen aus ihrem inhaltlichen Portfolio geholt.

Die Fernwärmeversorgung zum Beispiel: „Hierzu gilt es einiges klarzustellen“, merkte Pfeffer an und verwies auf die ihrer Meinung nach fehlerhafte Informationspolitik des amtierenden Bürgermeisters. „Franz Xaver Steininger hat zwar einen 1,6-Millionen-Auftrag unterzeichnet, die Verantwortung dafür jedoch weit von sich geschoben.“

Im Klartext: Die Planungen für den Bau eines Fernwärmenetzes mit Hackschnitzelheizung reichen bis ins Jahr 2007 zurück. Auf Grundlage der damals vorhandenen Unterlagen erteilten ein Planungsbüro, der Kommunale Prüfungsverband und die Rechnungsprüfungsstelle am Landratsamt dem Vorhaben 2009 ihr Einvernehmen. Im Oktober 2009, also mitten im Projektverlauf, erkrankte der damals amtierende Bürgermeister Robert Zettner. Im April 2011 unterzeichnete sein Nachfolger Steininger nach einem Beschluss des Stadtrats den Vertrag zum Bau der Fernwärmeleitung – jedoch: „Er stand nie hinter der Sache“, ist Elisabeth Pfeffer überzeugt. Überdies: „Ein Kredit in Höhe von 1,7 Millionen Euro wurde nicht zweckbestimmt verwendet, so dass  die Stadt 92.000 Euro Strafzinsen bezahlen musste“, wetterte die Bürgermeisterkandidatin. Zudem: Dass Steininger in seiner Nominierungsrede vor wenigen Wochen anprangerte, zu seinem Amtsantritt 2011 lauter offene Baustellen vorgefunden zu haben, hält Elisabeth Pfeffer für ein starkes Stück: „Er trampelt auf seinem Vorgänger rum, als ob der sich seine Krankheit ausgesucht hätte. Das ist moralisch mehr als grenzwertig.“

Und weiter: „Steininger rückt die Stadt einschließlich den Stadtrat in ein schlechtes Licht, etwa beim Bund der Steuerzahler.“ Ihm gegenüber sei die Stadt nie zu einer Auskunft verpflichtet gewesen. Freilich: „In Sachen Fernwärme ist nicht alles nach Plan gelaufen“, gibt Pfeffer zu: „Man hätte diesbezüglich jedoch auch kommunizieren können, dass derzeit alle Beteiligten auf der Suche nach einer Lösung sind.“ Stattdessen distanzierten sich immer mehr Nachbarkommunen von Zwiesel.

Elisabeth Pfeffer indes will, dass wieder Ruhe einkehrt in der Stadt: „Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur so bringen wir Zwiesel voran“, stellte sie klar. Sollte sie zur Bürgermeisterin gewählt werden, sei die konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat sichergestellt. Das Gremium sei sich seines verantwortungsvollen Amtes bewusst, habe dies fraktionsübergreifend bereits ungezählte Male unter Beweis gestellt – und dabei sogar mehrfach die Aufgabe des Bürgermeisters übernehmen müssen, um zukunftsplanerische Maßnahmen auf den Weg zu bringen: „Die Antragstellung auf Berücksichtigung bei der Behördenverlagerung, die Haushaltszustimmung nur bei sofortigem Beginn der Breitbandversorgung, der Druck auf die zeitnahe Fertigstellung der Westtangente oder die Ansiedlung der Holzmanufaktur Liebich“, zählte Elisabeth Pfeffer nur vier Beispiele auf.

Die Zwieseler Bürger mit einer großen Portion Begeisterung von neuen Ideen überzeugen und auf dem Weg zur Realisierung bei jedem Schritt mitnehmen, sei das Patentrezept für eine gute Stadtpolitik, ist die Bürgermeisterkandidatin überzeugt: „Zwiesel muss wieder Fahrt aufnehmen – und ich möchte die Lokomotivführerin sein.“

Der Applaus des Publikums war Pfeffer sicher. Fragen nach der Lösung weiterer Fragestellungen auch. So wollten die Gäste unter anderem wissen, was die 49-Jährige mit dem Zwieseler Bad plane, wie sie zu den hohen Gewerbesteuersätzen stehe und wie sie die bessere verkehrstechnische Anbindung an den Donauraum vorantreiben wolle. „Das Bad möchte ich erweitern, die Gewerbesteuer abschwächen und bezüglich der Verkehrsanbindung von Entscheidungsträgern Lösungen einfordern“, gab die Kandidatin zuversichtlich Auskunft – und versprach, in allen Belangen darauf zu achten, dass Zwiesel nicht den Anschluss verliert.

Ich werde die Bewerbung Zwiesels um das Barrierefrei-Programm der Bayerischen Staatsregierung vorantreiben, wonach bis zum Jahr 2023 alle Barrieren auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden abgebaut werden. Ob Rollator oder Rollstuhl, ob Kinderwagen oder Gipsfuß, Zwiesel soll eine lebenswerte und lebensgerechte Stadt für alle Menschen werden.
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des VdK-Kreisverbands und Kreisbehindertenbeauftragten Helmut Plenk, der Seniorenbeauftragten des Landkreises Christl Kreuzer und dem Seniorenbeauftragten der Stadt Zwiesel Josef Pfeffer möchte ich Ihre Erfahrungen im Alltag und Anregungen für Zwiesel erfahren, denn Zwiesel ist für alle da – und ganz besonders für Menschen mit Handicap!

Dazu haben wir vom VdK und Behindertenbeauftragten des Landkreises Helmut Plenk ausführliche Informationen zum Thema Fördermöglichkeiten für barrierefreies Bauen in privaten Haushalten und bei Kommunen erhalten. Besonders interessiert hat mich, welche Maßnahmen Betroffene für wichtig erachten. Ich habe mich über die vielen Anregungen sehr gefreut und werde sie ernst nehmen.

barriere bayern 750

v.l.n.r Elisabeth Pfeffer, Kreis-Seniorenbeauftragte Christine Kreuzer, städtischer Seniorenbeauftragter Josef Pfeffer, Vdk-Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk